Hundeverein - Hundeplatz - Hundesportverein - Schäferhundeverein SV-OG Lützelbach - Wir bilden Hunde aller Rassen aus.

Longieren mit Hund

Dienstag 19.00 – 20.00 Uhr (mit Caroline Hermann und Angelina Jakob)

Das Longieren mit Hund oder Longiertraining ist eine Trainingsform, bei der der Hund außen um einen Kreis läuft und dabei den Kommandos des Hundeführers folgt. Anhänger sehen darin eine Möglichkeit, die Bindung und Kommunikation zwischen Hund und Mensch (Hundeführer) herzustellen, zu verbessern und zu festigen.

Beim körpersprachlichen Longieren mit Hund stehen zunächst die Körperhaltung/Körpersprache und das Timing des Menschen im Fokus des Trainings. Das gesamte Longiertraining erfolgt ohne Motivationshilfen, Futter usw. Die einzige Motivation für den Hund ist der klar agierende Mensch!

Der Hund wird am Anfang an der Leine oder Schleppleine (Longe) ausserhalb des Kreises geführt. Der Hund wird durch Blicke des Menschen eingeladen und daran anschließend körpersprachlich geleitet. Das Kreisinnere ist phasenweise eine Tabu–Zone für den Hund, d.h. der Hund darf den Kreis nur nach Einladung durch den Menschen betreten bzw. die Grenze übertreten. Der Mensch entscheidet also situativ, über Nähe und Distanz sowie über etwaige Grenzen.

Nach und nach entfernt sich der Mensch immer weiter vom Hund zur Mitte des Longierkreises. Die Schleppleine wird abgenommen, wenn Hund seine Konzentration so steigert, dass er unmittelbar auf die Körpersprache des Menschen reagiert und auch die vom Menschen vorgegebenen Distanzen einhält. Auf Distanz können dann Richtungswechsel, Sitz, Platz, Steh und weitere Kommandos vom Hund eingefordert werden. Ebenso können Tempoveränderung körpersprachlich angezeigt werden. Diese Kommandos werden primär über Körpersprache und lediglich zur Unterstützung verbal erteilt. Ebenfalls können Agilitygeräte in das Training eingebaut werden.

Weiterhin wird in der Folgezeit ein zweiter Kreis aufgebaut. Der Mensch hat nun die Möglichkeit zwischen den beiden Kreisen zu wechseln und so weitere Tempo und Distanzvariationen einzubinden. Der Hund umkreist beispielsweise die Kreise in Form einer Acht oder im Oval.

Das Training ist für den Hund äußerst anstrengend, da er sowohl physisch als auch psychisch gefordert wird. Für den Menschen ist das Training anstrengend, da er sowohl koordiniert gehen bzw. laufen, als auch körpersprachlich deutlich bleiben muss. Die Anstrengung beim Hund erkennt man unter anderem an dem erhöhten Trinkbedarf nach dem jeweiligen Trainingseinheit. Beim Menschen merkt man die Anstrengung häufig an minimalen körpersprachlichen “Unklarheiten”.